Rückblick

Abschied von Pater Marek in Eching

Ein herzliches „Vergelt´s Gott“ Pater Marek

Ein Abschied ist fast immer mit Wehmut verbunden. So war es auch am 15. August beim Gottesdienst in St. Andreas als Pater Marek Maliszewski nach über zwei Jahren aus Eching verabschiedet wurde. Pfarrer Martin Guggenbiller dankte nach der heiligen Messe seinem Mitbruder Marek für die Zeit, in der er ihn krankheitsbedingt vertreten hat. Seit Juni 2019 hat Pater Marek in Eching und Dietersheim seelsorgerisch gearbeitet. Es war keine leichte Zeit, vor allem durch die Coronazeit, die viel organisatorische Arbeit bedeutet hat. Bezogen auf die Kräuterweihe, in der duftende Blumen- und Kräuterbündel an diesem Tag  geweiht werden, hat Pfarrer Guggenbiller die Verbindung zum Duft hergestellt, den Pater Marek in der Pfarrgemeinde hinterlassen hat. Die erste Duftmarke war seine Ruhe und Gelassenheit mit der er in schwieriger Zeit den Menschen Halt und Sicherheit in Eching gegeben hat. Die zweite war sein ansteckendes Lächeln, das immer ein Lächeln in das Gesicht der anderen gezaubert und ein herzliches Umfeld geschaffen hat. Die dritte Duftmarke war seine überzeugende Glaubensbotschaft, der er mit vielen Episoden, die er aus seinem eigenen Leben erzählte, große Glaubwürdigkeit gegeben hat und somit das Samenkorn des Glaubens gesät hat. Pater Marek wird nun in Freising in der Stadtkirche seine neue Arbeit aufnehmen und dafür wünschte Pfarrer Guggenbiller Gottes Segen und viel Freude in der neuen Herausforderung.
Viele wollten sich von Pater Marek offiziell verabschieden. Die Pfarrjugend bedankte sich mit einem Glas und einem Spezi, den er gerne mit ihnen getrunken hat,
Frau Gröger dankte für die Kindergruppen, Helga Ebenhöh für die Betreuung des Frauenbundes, Peter Koenicke für das Firmleiterteam, Ingeborg Heidler für die Verwaltung und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Martin Wallner gab eine Anekdote zum Besten, die bezeichnend ist für Pater Marek. Die Begrüßung im Gottesdienst hat er oft mit einem spontanen und lautem „Guten Morgen“ begonnen. Die Resonanz aus der Gemeinde war oft sehr zaghaft. “Habt ihr nicht gut gefrühstückt“ war die Frage zurück und dann noch ein herzliches „Guten Morgen“ und schon gab es ein fröhliches „Guten Morgen“ zurück. So eroberte er sich die Herzen der Pfarrgemeinde durch seine Herzlichkeit und Spontanität und konnte die frohe Botschaft eines liebenden, menschenfreundlichen Gottes authentisch verkünden.
Nach der Verabschiedung gab es im Pfarrhof noch eine kleine Feier mit Flaschengetränken. Unter den Arkaden waren Biertische und Bänke aufgestellt für die Kirchenbesucher, wo sie sich zusammensetzen konnten. Pater Marek ging zu allen nochmals hin und verabschiedete sich so wie er ist, fröhlich, herzlich und lächelnd. Die Wehmut war aber trotzdem zu spüren, alle hatten gerne mit ihm die Gottesdienste gefeiert. Vielleicht kann er ab und zu vertretungsmäßig zurückkommen. Er hat das nicht ganz ausgeschlossen, da er doch viele schöne und herzliche Erfahrungen hier in Eching gemacht hat.

 

Text und Fotos: Irene Nadler