Rückblick

Fronleichnam in Eching

Bei strahlendem Sonnenschein, so als wollte der Herrgott seinen Gläubigen ein Zeichen schicken, beging die katholische Gemeinde St. Andreas in Eching den Feiertag Fronleichnam. Der Festgottesdienst, der heuer zum ersten Mal unter freiem Himmel auf dem Bürgerhausplatz abgehalten wurde, und die Prozession standen ganz unter dem Motto des Friedenfindens.
Die vom PGR und anderen Helfern aufgebauten Bierbänke waren gut mit Echinger Gläubigen gefüllt, die dem von Orgelklängen begleiteten Gottesdienst beiwohnten.

Die anschließende Prozession, die musikalisch von der Echinger Blaskapelle St. Andreas begleitet wurde, hatte ihren ersten Halt am Echinger Stachus. Hier hatte der Frauenbund den Altar gestaltet, der vor allem in Grün und Gold gehalten war. Darauf waren die christlichen Symbole Alpha und Omega, die Flammen und das Kreuz auf blauem Grund zu sehen. Auch hatten die Vertreterinnen die Fürbitten vorbereitet, in

denen sie nicht nur um Frieden in der Ukraine baten, sondern auch die Echinger Gemeinde einschlossen. Gleich zu Beginn der Prozession hatten Lektoren und Gemeinde den Friedensgedanken aufgegriffen und darum gebetet, dass jeder als „Werkzeug des Friedens“ in seinem Umfeld etwas bewirken kann.
Weiter führte der Weg die Bahnhofstraße entlang, wobei ein Ministrant seine Gedanken zum Krieg in der Ukraine in einem bewegenden und nachdenklich stimmenden Gebet kundtat. Weiter verlasen auch neue, junge Lektoren diverse Texte, die in den Köpfen und Seelen der Prozessionsteilnehmer/innen nachhallten. So wurden die täglichen Herausforderungen unseres Lebens, aber auch der Dank für die Schöpfung und unsere Sorge um die Schöpfung in Gebeten vor Gott gebracht. Zum Nachdenken regte zum Ende der Prozession ein meditativer Text über die Wege, die vor und hinter uns liegen, an. Der zweite Altar, von der Pfarrjugend gestaltet, befand sich in der Ostpreußenstraße. Hierbei handelte es sich um ein großes Schachfeld: In den Fürbitten wurde deutlich, dass wir oft vor Entscheidungen und Herausforderungen stehen und wir dabei unterschiedliche Wege gehen können – ähnlich den Schachfiguren auf dem Schachfeld.
Auf dem Friedhof von Neu-Andreas konnte der opulent mit Fahnen und Blumen geschmückte dritte Altar von den Landfrauen bewundert werden. Dieser stellte das Herz Jesu dar. Den Abschluss bildete der Altar auf dem Bürgerhausplatz, wo die Fürbitten des PGR alle Mitglieder der Gemeinde einschlossen, Alt und Jung, Familien, Kranke und alle die ihr Glück in Eching suchen oder schon gefunden haben.
Im Anschluss an die liturgischen Feierlichkeiten verteilte der PGR, unterstützt von Jugendlichen der Pfarrei, Brezen und Getränke. Hierbei entstanden anregende und angeregte Gespräche und es wurde viel gelacht. Dieses Zusammenkommen tat den Menschen sichtlich gut. Trotz der etwas höheren Temperaturen teilten viele Echinger mit, dass sie sehr angetan von dem gelungenen Gottesdienst mit anschließendem Zusammensein, waren. Ein herzliches „Vergelt´s Gott“, an alle Helfer/innen im Vorder- oder Hintergrund, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Ein besonderer Dank gilt unserem Mesner, der schon vor Sonnenaufgang den Altar am Bürgerhaus aufgebaut und geschmückt hat.