Zusammenfassung

Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt

Auf der Grundlage der erzbischöflichen „Ordnung zur Prävention sexualisierter Gewalt“ hat unsere Pfarrei ein Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt erstellt. Möglichst alle Gemeindemitglieder sollten es kennen und sich aktiv an seiner Umsetzung beteiligen (Konzept ist als Ausdruck im Pfarrbüro erhältlich.).
Laut Schutzkonzept umfasst der Begriff „Sexualisierte Gewalt“ neben strafbaren sexualbezogenen Handlungen auch Verhaltensweisen, die im pastoralen,  erzieherischen, betreuenden oder beratenden Umgang mit Minderjährigen eine Grenzverletzung oder einen sonstigen sexuellen Übergriff darstellen.
Prävention gegen Gewalt beginnt ganz Allgemein damit, Kinder und Jugendliche gezielt in ihrer Wahrnehmung, ihrem Selbstbewusstsein und in ihrer Handlungsfähigkeit zu stärken. Es geht um einen respektvollen und Grenzen achtenden Umgang in der Begegnung miteinander.

Unser Konzept sieht folgende Unterstützung der Prävention vor:

  • Als Ansprechpartner für alle haupt- und ehrenamtlich Tätigen in der Pfarrei zu Fragen der Prävention gegen sexualisierte Gewalt steht unsere Präventionsbeauftrage Helga Mörtl zur Verfügung (Tel. 089-3790760 ; Mail HMoertl@ebmuc.de).
  • Für alle Personen, die in unserer Pfarrei mit der Beaufsichtigung, Betreuung oder Erziehung Minderjähriger betraut werden, besteht die Pflicht, ein Erweitertes Führungszeugnis vorzulegen, sofern die Mitarbeitenden mindestens 16 Jahre alt sind.
  • Teil des Präventionskonzepts ist ein Verhaltenskodex, der für alle Mitarbeitenden verbindlich ist und Grundhaltungen beschreibt, die zu eigenverantwortlichem Handeln ermutigen und dafür Orientierung geben. Er enthält insbesondere Aussagen zu Achtsamkeit, Wertschätzung, Respekt, Transparenz in Arbeits- und Handlungsabläufen und zu einer offenen Kommunikationskultur.
  • Unterschiedliche Beschwerdewege sowie Hinweise auf externe Beratungsstellen sollen sicherstellen, dass Missstände von allen Betroffenen benannt werden können. Das gilt für Kinder und Jugendliche, Eltern bzw. Erziehungsberechtigte und Personensorgeberechtige, haupt- und ehrenamtlich Tätige.

Ein Element ist dabei ein Wunsch- und Sorgenkasten (Kummerkasten), der in der Kirche aufgehängt ist (St. Andreas-neu, Vorraum zur linken Kirchentüre) und Kindern sowie Eltern eine anonyme Beschwerde ermöglicht.

  • Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende werden regelmäßig fortgebildet.

Das Präventionskonzept soll laufend weiterentwickelt werden. Ideen, Kritik und Anregungen dazu können jederzeit formlos bei der Präventionsbeauftragten vorgebracht werden.