Hausgottesdienst

am 17. Sonntag im Jahreskreis

Eröffnungslied: – GL 409 „Singt dem Herrn ein neues Lied“

Kreuzzeichen
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Die Gnade und der Friede unseres Herrn Jesus Christus sei mit uns.

Gebet
Gott, du Beschützer aller, die auf dich hoffen, ohne dich ist nichts gesund und nichts heilig. Führe und begleite uns in deinem Erbarmen auf den Weg des Lebens zu dir. Hilf uns, hier und jetzt so für die Erde und ihre Geschöpfe zu sorgen und alle irdischen Güter so zum Wohl aller einzusetzen, dass wir die ewigen Güter in der Gemeinschaft mit dir nicht verlieren. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.

SCHRIFTLESUNG
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (Mt 13,44-46)

Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn und grub ihn wieder ein. Und in seiner Freude ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte den Acker. Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte sie.

BETRACHTUNG
Wenn ich einen Wunsch frei hätte … – was würde ich mir wünschen?

Könnte ich mich für eines entscheiden? Was wäre es, was mein Leben reich und glücklich macht? Könnte ich es benennen? In den Gleichnissen Jesu vom Schatz im Acker und von der Perle spielen das Suchen und auch das Finden und Entdecken zwar eine Rolle. Entscheidend ist in beiden Gleichnissen aber die Entschiedenheit derer, die ihren Schatz und ihre Perle gefunden haben: Sie zögern nicht. Sie warten nicht ab, ob sich nicht vielleicht ein noch größerer Schatz oder vielleicht sogar die eine und einzige, die wertvollste aller Perlen zeigt. Sie scheinen zu wissen: Man kann ein Leben lang das, was einem am Wertvollsten und Wichtigsten ist, vor Augen haben und doch daran vorbeileben. Sie wagen den Sprung. Sie setzen ihr Leben voll und ganz auf das, was sie als Schatz für sich entdeckt haben.

• Was ist mir das Wichtigste im Leben?

• Was kann ich getrost loslassen, ohne mich zu verlieren?

• Worauf setze ich mein Leben? Wofür setze ich mich ein?

Fürbitten
Gott und Vater, im Vertrauen darauf, dass dein Himmelreich schon hier bei uns angebrochen und wirksam ist, bringen wir unsere Bitten vor dich:

  • Wir bitten für alle, die noch nicht gefunden haben, was ihr Leben reich macht: Begleite ihr Suchen und erfülle ihre Sehnsucht.

Wir bitten dich erhöre uns.

  • Wir bitten für alle, die verloren haben, was sie einst erfüllte: Schenke ihnen Trost und Zuversicht.

  • Wir bitten für alle, die in Beratung, Therapie und Seelsorge andere Menschen auf ihrer Lebenssuche begleiten: Bewahre ihnen ein hörendes Herz.
  • Wir bitten für alle jungen Menschen, die vor der Berufswahl stehen: Lass sie ihre Begabungen erkennen und für andere einsetzen lernen.
  • Wir bitten für alle, die sich mit Herz, Hand und Verstand für das Wachsen des Himmelreiches in ihrer nächsten Umgebung einsetzen: Erfülle sie mit Freude und Durchhaltevermögen.
  • Hier ist Raum, die eigenen persönlichen Anliegen vor Gott zu bringen…

Vaterunser

Gott, unser Vater, du lässt dich mitten in unserem Alltag finden. Verbunden mit allen Schwestern und Brüdern im Glauben beten wir um das Kommen deines Reiches: Vater unser … Denn dein ist das Reich …

SEGENSBITTE

Der Gott der Hoffnung erfülle uns mit aller Freude und mit allem Frieden im Glauben, damit wir reich werden an Hoffnung in der Kraft des Heiligen Geistes. So segne uns der dreieinige Gott: der Vater, + der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Schlusslied: – GL 456 „Herr, du bist mein Leben, Herr, du bist mein Weg“